Growth Marketing

André Puschinsky15.09.2025

Der Alt-Tag, oft fälschlicherweise auch als „Alt-Attribut“ bezeichnet, ist ein entscheidendes, aber häufig unterschätztes Element in der Webentwicklung und Suchmaschinenoptimierung. Er beschreibt den Inhalt von Bildelementen für Systeme, die diese nicht visuell darstellen können. Obwohl die technische Umsetzung einfach erscheint, birgt die strategische Nutzung des Alt-Tags großes Potenzial - sowohl für Barrierefreiheit und Nutzererfahrung als auch für das Suchmaschinen-Ranking.

Viele Entwickler und Marketer betrachten den Alt-Tag lediglich als Pflichtübung zur Keyword-Platzierung. Doch dieser Ansatz verkennt seinen wahren Wert. Ein präzise formulierter Alt-Tag ist mehr als nur eine technische Anforderung – er ist ein Schlüsselelement für eine nutzerzentrierte digitale Strategie.

Was ist der Alt-Tag?

Der Alt-Tag (Alternativtext-Tag) ist Teil des <img>-Tags im HTML-Code einer Webseite. Er bietet eine textliche Beschreibung des Bildinhalts, die dann angezeigt wird, wenn das Bild nicht geladen werden kann – sei es durch eine langsame Verbindung, einen Fehler im Pfad oder die Nutzung assistierender Technologien.

HTML-Beispiel:

<img src="pechschwarz-logo.png" alt="Logo der Agentur Pechschwarz">

Dieser Alternativtext erfüllt zwei wesentliche Funktionen, die über eine einfache Fehleranzeige hinausgehen.

Warum ist ein präziser Alt-Tag unverzichtbar?

Die Bedeutung des Alt-Tags zeigt sich in drei zentralen Bereichen, die für jedes digital agierende Unternehmen wichtig sind:

  1. Barrierefreiheit: Für Menschen mit Sehbehinderungen sind Alt-Tags unerlässlich. Screenreader, die Inhalte vorlesen, sind auf aussagekräftige Alt-Tags angewiesen, um den visuellen Kontext zu vermitteln. Ein nichtssagender Alt-Tag wie alt="Bild" schließt Nutzer aus und verhindert eine gleichberechtigte Teilhabe. Dies ist nicht nur eine Frage der Verantwortung, sondern auch zunehmend eine rechtliche Vorgabe.
  2. SEO: Suchmaschinen wie Google können Bilder nicht „sehen“ und verlassen sich auf Metadaten wie den Alt-Tag, um Bildinhalte zu verstehen. Der Alt-Tag ist ein wichtiger Faktor für die Bildersuche und verbessert auch die thematische Relevanz der Seite.
  3. Nutzererfahrung: Auch für Nutzer ohne Einschränkungen bietet ein sinnvoller Alt-Tag Mehrwert. Wird ein Bild nicht geladen, liefert der Text die fehlende Information und erhält den Informationsfluss.

Best Practices für den Alt-Tag: Ein Praxisbeispiel

Ein häufiger Fehler ist die zu allgemeine oder kontextlose Beschreibung im Alt-Tag. Stellen wir uns vor, ein Hersteller von CNC-Maschinen veröffentlicht einen Artikel über die Fräsmaschine „PrecisionMill 5000“. Der Artikel enthält ein Bild der Maschine in Aktion.

  • Schlechter Alt-Tag: alt="CNC-Maschine" Problem: Zu vage, kein Mehrwert.
  • Akzeptabler Alt-Tag: alt="CNC-Fräsmaschine PrecisionMill 5000 in Betrieb" Problem: Beschreibt nur das Offensichtliche.
  • Strategischer Alt-Tag: alt="CNC-Fräsmaschine PrecisionMill 5000 bei der hochpräzisen Bearbeitung eines Titan-Bauteils für die Luftfahrtindustrie." Vorteil: Dieser Alt-Tag liefert maximalen Kontext. Er beschreibt das Was (Maschine), das Wie (hochpräzise Bearbeitung) und das Wofür (Titan-Bauteile für die Luftfahrt). Suchmaschinen erkennen Relevanz für Keywords wie „präzises Titan fräsen“ und Nutzer verstehen sofort den USP – die Präzision in einem High-Tech-Umfeld.

Fazit

Der Alt-Tag ist mehr als nur eine technische Formalität. Er verbindet das Produktbild mit der Kernbotschaft und dem Kundennutzen, stärkt die Argumentation einer Seite und verbessert sowohl SEO als auch Nutzererfahrung. Wer Alt-Tags gezielt einsetzt, gewinnt nicht nur in den Rankings, sondern auch bei der Überzeugungskraft seiner Inhalte.

ChristinaSales Manager+4920225855309
PaulSales Manager+4920225855318
Building brands people love
Building brands people love
Building brands people love
Building brands people love
Building brands people love
Building brands people love
Building brands people love