Content Creation

André Puschinsky29.09.2025

Für wachstumsorientierte Entscheider ist die Erstellung hochwertiger Inhalte ein entscheidender Faktor für den Markterfolg. Gleichzeitig ist es eine der ressourcenintensivsten Disziplinen im Marketing. Genau hier entfaltet eine technologische Revolution ihr enormes Potenzial: die Nutzung von künstlicher Intelligenz (KI) zur Content-Erstellung. Werkzeuge wie ChatGPT sind weit mehr als nur ein Hype; sie sind strategische Instrumente, die, bei richtiger Steuerung, die Effizienz steigern und kreative Freiräume schaffen. Das Verständnis für den richtigen Einsatz dieser Technologie ist der Schlüssel, um die eigene Content-Strategie zu transformieren, schneller auf Marktbedürfnisse zu reagieren und das volle Potenzial der digitalen Kommunikation auszuschöpfen.

1. Was ist KI-gestützte Content-Erstellung?

KI-gestützte Content-Erstellung bezeichnet den Einsatz von künstlicher Intelligenz, insbesondere von großen Sprachmodellen (Large Language Models, LLMs), um schriftliche Inhalte zu generieren, zu bearbeiten, zu optimieren oder zusammenzufassen. Anstatt dass ein Mensch jeden Satz von Grund auf neu schreibt, agiert die KI als ein hochentwickelter Assistent, der auf Basis von Anweisungen (sogenannten Prompts) Texte für verschiedenste Formate erstellen kann.

Dies reicht von der Generierung von Blogartikel-Entwürfen und Social-Media-Posts über die Erstellung von Produktbeschreibungen bis hin zur Formulierung von E-Mail-Kampagnen.

Der strategische Zweck der KI-Content-Erstellung ist nicht die Ersetzung menschlicher Kreativität, sondern deren Skalierung und Beschleunigung. Es geht darum, Routineaufgaben zu automatisieren und menschliche Experten von zeitaufwendigen Schreibarbeiten zu entlasten. Dadurch können sie sich auf die strategische Planung, die Faktenprüfung, die Anreicherung mit einzigartiger Expertise und die finale Qualitätskontrolle konzentrieren. Das Ergebnis ist eine effizientere Content-Produktion, die es Unternehmen ermöglicht, ihre Zielgruppen konsistenter und mit größerer Reichweite anzusprechen.

2. Schlüsseltechnologien und Werkzeuge wie ChatGPT

Das Feld der KI-Content-Erstellung wird von großen Sprachmodellen dominiert, die auf riesigen Datenmengen trainiert wurden, um menschliche Sprache zu verstehen und zu generieren.

  • ChatGPT (von OpenAI): Das bekannteste und am weitesten verbreitete Werkzeug. Es zeichnet sich durch seine dialogorientierte Benutzeroberfläche aus und kann für eine Vielzahl von Aufgaben eingesetzt werden – von der Ideenfindung und Gliederungserstellung bis hin zur Ausformulierung ganzer Textpassagen.
  • Andere generative KI-Tools: Neben ChatGPT gibt es eine Reihe spezialisierter Tools, die oft auf bestimmte Anwendungsfälle im Marketing zugeschnitten sind. Dazu gehören beispielsweise Jasper (ehemals Jarvis), neuroflash oder Copy.ai. Diese Tools bieten oft zusätzliche Funktionen wie Vorlagen für bestimmte Content-Formate (z. B. AIDA-Formel, PAS-Framework) oder die Integration von SEO-Daten.
  • Integrierte KI-Funktionen: Zunehmend integrieren auch etablierte Marketing- und SEO-Plattformen wie SEMrush oder Hubspot generative KI-Funktionen direkt in ihre Systeme, um beispielsweise Meta-Beschreibungen oder Blog-Einleitungen auf Knopfdruck zu erstellen.

Diese Technologien basieren alle auf demselben Prinzip: Sie erhalten einen Input (Prompt) vom Nutzer und erzeugen auf dieser Basis einen neuen, einzigartigen Text.

3. Vorteile und Chancen durch den Einsatz von KI

Die strategische Integration von KI in den Content-Prozess ist mehr als eine reine Effizienzmaßnahme. Sie eröffnet eine Reihe von Chancen, die einen direkten Einfluss auf den Geschäftserfolg haben.

  • Enorme Zeit- und Kostenersparnis: Die KI kann erste Entwürfe, Gliederungen oder Zusammenfassungen in Sekunden erstellen – Aufgaben, die für einen Menschen Stunden dauern können. Dies senkt die Produktionskosten pro Inhaltseinheit erheblich und setzt wertvolle Ressourcen frei.
  • Skalierung der Content-Produktion: Unternehmen können mit KI deutlich mehr Inhalte in kürzerer Zeit produzieren. Dies ermöglicht es, Nischenthemen abzudecken, Produktkataloge schneller mit hochwertigen Beschreibungen zu füllen oder Social-Media-Kanäle konsistenter zu bespielen.
  • Überwindung von Kreativitätsblockaden: Die berühmte „Angst vor dem leeren Blatt“ gehört der Vergangenheit an. Die KI kann als unerschöpflicher Ideengeber und Sparringspartner dienen, um erste Ansätze zu entwickeln, die dann menschlich verfeinert werden.
  • Personalisierung im großen Stil: KI kann dabei helfen, Basis-Inhalte schnell an verschiedene Zielgruppen, Tonalitäten oder Kanäle anzupassen. So lässt sich ein technischer Blogartikel leichter in einen verständlichen LinkedIn-Post oder eine inspirierende Instagram-Story übersetzen.
  • Verbesserte SEO-Performance: KI-Tools können Inhalte auf Basis von SEO-Daten analysieren und Vorschläge zur Integration relevanter Keywords oder zur Beantwortung von Nutzerfragen machen. Dies hilft, Inhalte zu erstellen, die sowohl für Nutzer als auch für Suchmaschinen optimiert sind.

4. Best Practices: So nutzen Sie KI für herausragenden Content

Der Schlüssel zum Erfolg liegt nicht in der KI selbst, sondern in der intelligenten Steuerung durch den Menschen. Reiner KI-Content ist oft seelenlos, fehleranfällig und es fehlt ihm an echter Expertise. Erst die Kombination aus maschineller Effizienz und menschlicher Intelligenz führt zu exzellenten Ergebnissen.

1. Betrachten Sie die KI als Junior-Mitarbeiter, nicht als Experten

Nutzen Sie die KI, um erste Entwürfe zu erstellen, Daten zu strukturieren oder Ideen zu sammeln. Die strategische Ausrichtung, die Faktenprüfung und die finale Qualitätskontrolle müssen jedoch immer in menschlicher Hand bleiben.

2. Investieren Sie in die Kunst des „Prompting“

Die Qualität des Outputs hängt direkt von der Qualität des Inputs ab. Ein guter Prompt ist eine präzise Anweisung.

  • Geben Sie Kontext: Wer ist die Zielgruppe? Was ist das Ziel des Textes?
  • Definieren Sie die Rolle: Bitten Sie die KI, eine bestimmte Rolle einzunehmen (z. B. „Schreibe als Marketingexperte für den deutschen Mittelstand“).
  • Legen Sie Format und Tonalität fest: Soll der Text formell oder locker sein? Soll er als Liste, Anleitung oder erzählende Geschichte aufgebaut sein?

3. Der Mensch fügt den entscheidenden Wert hinzu (E-E-A-T)

Ein reiner KI-Text erfüllt niemals die E-E-A-T-Kriterien (Experience, Expertise, Authoritativeness, Trustworthiness) von Google. Die menschliche Veredelung ist unerlässlich.

Fügen Sie echte Erfahrungen hinzu: Erzählen Sie einzigartige Kundengeschichten, persönliche Anekdoten oder geben Sie Beispiele aus der Praxis.

Integrieren Sie einzigartige Daten: Ergänzen Sie den Text mit Ergebnissen aus eigenen Umfragen oder internen Analysen.

Lassen Sie Experten prüfen: Jeder Text, insbesondere zu Fachthemen, muss von einem Experten auf sachliche Richtigkeit geprüft werden.

4. Seien Sie transparent und ethisch

Google bestraft nicht die Nutzung von KI, sondern minderwertige, nicht hilfreiche Inhalte. Seien Sie dennoch transparent, wo es angebracht ist, und stellen Sie sicher, dass alle von der KI generierten Informationen auf ihre Richtigkeit überprüft werden, um die Verbreitung von Falschinformationen zu vermeiden.

5. Häufige Herausforderungen und strategische Lösungen

Der Einsatz von KI bringt nicht nur Chancen, sondern auch Risiken mit sich, die ein strategisches Management erfordern.

Die Qualität und Faktentreue ist mangelhaft.

Problem: KI-Modelle können Fakten „halluzinieren“ (erfinden), veraltete Informationen wiedergeben oder in einem generischen, unpersönlichen Stil schreiben.

Lösung: Implementieren Sie einen rigorosen Review-Prozess. Kein KI-generierter Text darf ohne eine gründliche menschliche Überprüfung und Überarbeitung veröffentlicht werden. Planen Sie für diesen Schritt feste Ressourcen ein. Der Mensch ist der Chefredakteur.

Angst vor Google-Abstrafungen und Duplicate Content.

Problem: Viele Entscheider befürchten, dass Google KI-Content abstraft oder dass die Inhalte als Plagiat gewertet werden.

Lösung: Verstehen Sie Googles offizielle Haltung. Google bewertet die Qualität und Nützlichkeit des Inhalts, nicht seine Entstehungsmethode. Solange der finale, von Menschen veredelte Text hochwertig, originell und hilfreich ist, stellt er kein Risiko dar. Moderne KI-Tools erzeugen zudem semantisch einzigartige Texte, sodass kein klassisches Duplicate-Content-Problem entsteht.

Verlust der einzigartigen Markenstimme.

Problem: Wenn alle Unternehmen KI nutzen, besteht die Gefahr, dass die Inhalte austauschbar und uniform klingen. Die einzigartige Tonalität und Persönlichkeit der Marke geht verloren.

Lösung: Definieren Sie Ihre Markenstimme in einem klaren Guide und nutzen Sie diesen zur Steuerung der KI. Geben Sie der KI im Prompt genaue Anweisungen zur Tonalität („Schreibe enthusiastisch und motivierend“, „Verwende eine professionelle und datenbasierte Sprache“). Die finale Anpassung an die Markensprache bleibt jedoch eine entscheidende menschliche Aufgabe.

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