Growth Marketing

André Puschinsky03.09.2025

Crawler sind automatisierte Programme, die Webseiten systematisch durchsuchen, analysieren und die gefundenen Inhalte an Suchmaschinen übermitteln. Die Aufgabe besteht darin, das Internet so zu strukturieren, dass Informationen gezielt auffindbar werden. Crawler bestimmen, welche Inhalte Nutzerinnen und Nutzern angezeigt werden und schaffen dadurch einen Zugang zu Wissen im Web.

Was ist ein Crawler und welche Funktionen erfüllt er?

Ein Crawler – häufig auch als Spider oder Robot bezeichnet – folgt festen Abläufen. Das Programm besucht automatisiert Internetseiten, erfasst deren Inhalte und sammelt Daten wie Überschriften, Texte, Meta-Angaben, Bilder und Verlinkungen. Die erfassten Informationen werden in internen Datenbanken der Suchmaschinen abgelegt.

Der Googlebot zum Beispiel untersucht permanent Milliarden von Webseiten. Dabei erkennt er neue Inhalte, überprüft bestehende und aktualisiert die gespeicherten Daten. Ohne Crawler könnten Suchmaschinen keine aktuellen Suchergebnisse bieten und neue Internetseiten würden nicht entdeckt werden.

Wie durchsucht ein Crawler das Internet?

Crawler starten die Analyse meist mit einer Liste bekannter Internetadressen, der sogenannten Seed List. Von dort bewegen sie sich über interne und externe Links weiter zu anderen Seiten. Neue Inhalte erkennt ein Crawler über diese Verlinkungen und prüft dabei auch, ob eine Seite erreichbar und indexierbar ist. Besonders häufig besucht werden Seiten, die eine hohe Verlinkungsdichte besitzen oder regelmäßig aktualisiert werden.

Ein praktisches Beispiel: Wenn ein Online-Shop eine neue Produktseite erstellt und diese direkt auf der Startseite verlinkt, findet der Crawler diese Seite schnell und nimmt sie zügig in den Index der Suchmaschine auf. Geschützte Bereiche, Seiten hinter Logins oder für Crawler ausgesparte Abschnitte – etwa durch die robots.txt – werden nicht erfasst.

Wichtige Suchmaschinen-Crawler und ihre Unterschiede

Der bekannteste Crawler ist der Googlebot. Es gibt aber auch den Bingbot, Yandexbot oder Crawler anderer Suchmaschinen. Die Funktionsweise ähnelt sich, jedoch existieren Unterschiede in der Bewertung und Tiefe der Analyse.

Googlebot ist auf moderne Webseiten ausgerichtet. Er kann dynamische Elemente erkennen, verarbeitet JavaScript und legt Wert auf Mobile-First-Indexierung. Das bedeutet, dass vor allem die mobile Darstellung einer Seite für das Ranking zählt. Bingbot dagegen bewertet soziale Signale und die Historie einer Webseite stärker und legt Wert auf die Aktualität der Daten.

Arbeitsweise moderner Crawler

Crawler entwickeln sich kontinuierlich weiter. Sie können heute auch Inhalte aus JavaScript erfassen, strukturierte Daten analysieren und komplexe Webseiten-Navigationen interpretieren. Jede Website erhält ein sogenanntes Crawl-Budget. Dieses definiert, wie viele Seiten und wie oft eine Domain in einem bestimmten Zeitraum besucht wird.

Wichtig: Wer seine Inhalte strukturiert, interne Links sinnvoll einsetzt und technische Crawling-Hindernisse vermeidet, schützt sein Crawl-Budget und ermöglicht eine umfassende Indexierung der eigenen Seite.

Kontrolle und Steuerung von Crawlern

Website-Betreiber können mit der robots.txt-Datei steuern, welche Teile einer Domain durch den Crawler angesehen werden dürfen. Über Metadaten wie noindex oder nofollow lässt sich zusätzlich bestimmen, ob und wie einzelne Seiten in den Suchergebnissen erscheinen. XML-Sitemaps helfen dabei, Crawler gezielt auf wichtige Inhalte aufmerksam zu machen.

Damit die zugewiesenen Crawling-Ressourcen optimal genutzt werden, sollten technische Fehler wie defekte Links, Weiterleitungsschleifen oder unnötige 404-Seiten vermieden werden. Die Auswertung von Server-Logfiles ermöglicht eine detaillierte Analyse der Crawler-Zugriffe und zeigt Optimierungspotenziale auf.

Spezial-Crawler für bestimmte Inhalte

Neben den universellen Crawlern von Google oder Bing gibt es spezialisierte Programme für einzelne Aufgabenbereiche. Sie konzentrieren sich gezielt auf spezielle Inhalte wie Nachrichten, Preisvergleiche oder Social-Media-Posts.

Ein Beispiel: Der Facebook-Open-Graph-Crawler holt Inhalte, Vorschaubilder und Metadaten für die Vorschau in sozialen Netzwerken ab. Crawler im E-Commerce erfassen vor allem Produktdaten und Preisänderungen, um Nutzerinnen und Nutzern aktuelle Informationen zu bieten.

Herausforderungen durch moderne Webseiten-Technologien

Technologien wie Single Page Applications (SPA) oder Seiten, die Inhalte per JavaScript nachladen, stellen Crawler vor besondere Anforderungen. Ohne serverseitige Darstellung können wichtige Inhalte für Suchmaschinen unsichtbar bleiben.

Um alle relevanten Seiten indexieren zu lassen, empfiehlt sich eine klare interne Linkstruktur und die Verwendung von strukturierten Daten wie schema.org. Die technische Umsetzung muss gewährleisten, dass zentrale Informationen auch ohne JavaScript erreichbar sind.

Bedeutung für SEO

Crawlerfreundliche Webseiten sind die Voraussetzung für erfolgreiche Suchmaschinenoptimierung. Nur indexierte Inhalte erscheinen in den Suchergebnissen. Wer dem Crawler den Zugang erleichtert, erhöht die Chancen auf Sichtbarkeit. Fehlerhafte Seitenstrukturen, fehlende interne Links oder ungeeignete Einstellungen in der robots.txt wirken sich negativ auf das Ranking aus.

Ein konkretes Beispiel: Ein wichtiger Bereich einer Webseite ist nur über eine JavaScript-Navigation zu erreichen und nicht intern verlinkt. Crawler ignorieren diesen Bereich, sodass die dortigen Inhalte nicht im Suchmaschinenindex auftauchen. Eine technische Lösung wäre die Integration klassischer HTML-Links sowie serverseitiges Rendering für kritische Seiten.

Überwachung und Verbesserung der Crawler-Aktivität

Die regelmäßige Kontrolle der Crawler-Aktivitäten ist zentral für eine nachhaltige Sichtbarkeit. Werkzeuge wie die Google Search Console oder Analysen von Logfiles zeigen, welche Seiten besucht werden und welche Fehler auftreten. Häufige Probleme entstehen durch versehentlich gesperrte Seiten, fehlerhafte Weiterleitungen oder doppelte Inhalte.

Durch die Auswertung dieser Daten können gezielt Maßnahmen getroffen werden: Verbesserte interne Verlinkungen, Entfernung unwichtiger Seiten aus dem Index oder die technische Optimierung der Sitemap führen zu einer effektiveren Nutzung des Crawl-Budgets und einer besseren Indexierung.

Fazit: Crawler als Schlüssel zur digitalen Präsenz

Crawler sind entscheidend für die Sichtbarkeit im Internet. Sie steuern, welche Inhalte von Nutzerinnen und Nutzern über Suchmaschinen gefunden werden. Ein fundiertes Verständnis für die Arbeitsweise, die gezielte technische Steuerung und die regelmäßige Analyse der Aktivitäten bilden die Grundlage für nachhaltigen Erfolg und eine starke Position im digitalen Raum.

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