Growth Marketing

André Puschinsky10.10.2025

Conversation Ads sind ein interaktives Anzeigenformat auf der Business-Plattform LinkedIn, das in der LinkedIn-Inbox der Nutzer ausgespielt wird. Als Weiterentwicklung der klassischen Message Ads ermöglichen sie es Werbetreibenden, nicht nur eine statische Nachricht zu senden, sondern einen dialogorientierten, verzweigten Gesprächsverlauf mit mehreren klickbaren Call-to-Action-Buttons zu erstellen. Für Entscheider und Marketingverantwortliche ist dieses Format ein leistungsstarkes Instrument, um personalisierte Nutzererlebnisse zu schaffen, das Engagement in der direkten Kommunikation zu steigern und potenzielle Kunden auf eine interaktive Weise durch den Marketing-Funnel zu führen.

Überblick

Die strategische Bedeutung von Conversation Ads liegt in ihrer Fähigkeit, eine Zwei-Wege-Kommunikation zu initiieren, anstatt einer reinen Ein-Weg-Botschaft. Durch das Angebot vordefinierter Antwortmöglichkeiten wird dem Nutzer die Interaktion erleichtert, und er kann selbst wählen, welcher Informationspfad für ihn am relevantesten ist. Dieser „Choose-your-own-adventure“-Ansatz erhöht nicht nur die Engagement-Raten, sondern ermöglicht es Unternehmen auch, die Interessen und Bedürfnisse ihrer Zielgruppe besser zu qualifizieren. Für Marketer ist dieses Format ein entscheidender Hebel, um aus der Masse an In-Mails herauszustechen und eine relevantere, personalisierte Konversation im großen Stil zu führen.

Funktionsweise

Conversation Ads werden über den LinkedIn Campaign Manager erstellt und basieren auf einer „Wenn-Dann“-Logik, die einen Konversationsbaum aufbaut.

  • Kampagnenerstellung: Der Werbetreibende wählt ein Kampagnenziel, das auf Konversationen abzielt, typischerweise „Website-Besuche“, „Lead-Generierung“ oder „Website-Conversions“.
  • Anzeigengestaltung:
  1. Absender: Es wird eine reale Person (z. B. ein Vertriebsmitarbeiter oder ein Fachexperte) als Absender der Nachricht ausgewählt. Dies erhöht die Authentizität und die Öffnungsrate.
  2. Startnachricht: Eine einleitende Nachricht wird verfasst, die das Interesse weckt und den Kontext für die Konversation setzt.
  3. Call-to-Action-Buttons: Es werden bis zu fünf klickbare Buttons mit kurzen Handlungsaufforderungen erstellt (z. B. „Mehr erfahren“, „Demo anfordern“, „Whitepaper herunterladen“).
  • Konversationspfade definieren: Für jeden Button wird eine Folgeaktion definiert. Dies kann eine weitere Nachricht mit neuen Antwortoptionen sein oder der direkte Link zu einer Website, einem Content-Angebot oder einem Lead Gen Form. Auf diese Weise kann ein mehrstufiger Dialog aufgebaut werden.
  • Nutzerinteraktion: Der Nutzer erhält die Nachricht in seiner LinkedIn-Inbox. Er kann auf einen der Buttons klicken, um die Konversation fortzusetzen und die für ihn relevanten Informationen zu erhalten. Die Interaktion fühlt sich persönlicher und weniger wie eine Massen-E-Mail an.
  • Reporting: Der Campaign Manager liefert detaillierte Einblicke in die Performance, einschließlich Öffnungsraten und Klickraten für jeden einzelnen Button im Konversationsverlauf.

Strategische Anwendungsfälle

Conversation Ads eignen sich ideal für Marketingziele, die eine geführte und personalisierte Nutzeransprache erfordern.

  • Qualifizierung von Leads: Ein Nutzer kann durch gezielte Fragen und Antwortoptionen seine Bedürfnisse selbst segmentieren (z. B. „Interessieren Sie sich für Produkt A oder Produkt B?“). Dies liefert dem Vertrieb wertvolle Informationen für den Follow-up.
  • Förderung verschiedener Content-Angebote: Bieten Sie dem Nutzer in einer einzigen Anzeige die Wahl zwischen verschiedenen Inhalten, z. B. einem Whitepaper, einem Webinar oder einer Fallstudie, um unterschiedliche Interessen abzudecken.
  • Steigerung von Event-Anmeldungen: Führen Sie den Nutzer durch einen kurzen Dialog, der die Vorteile eines Events hervorhebt, und leiten Sie ihn am Ende zur Anmeldeseite.
  • Generierung von Demo-Anfragen: Sprechen Sie eine hochqualifizierte Zielgruppe an und geben Sie ihr die einfache Möglichkeit, mit einem Klick eine persönliche Produktdemo anzufordern.
  • Durchführung von Umfragen: Nutzen Sie die interaktiven Buttons, um schnell und unkompliziert Marktfeedback oder Meinungen zu einem bestimmten Thema einzuholen.

Best Practices zur strategischen Optimierung

Der Erfolg von Conversation Ads hängt von einer klaren, logischen Gesprächsführung und einem starken Wertversprechen ab.

  1. Wählen Sie einen glaubwürdigen Absender: Die Nachricht sollte von einer Person kommen, die für das Thema relevant ist (z. B. ein Vertriebsleiter für eine Demo-Anfrage). Dies steigert das Vertrauen und die Öffnungsrate.
  2. Halten Sie die Nachrichten kurz und prägnant: Die Nutzer-Inbox ist kein Ort für lange Aufsätze. Formulieren Sie kurze, leicht verständliche Nachrichten und ebenso knappe Button-Texte.
  3. Bieten Sie einen echten Mehrwert: Jede Stufe der Konversation sollte dem Nutzer einen klaren Nutzen bieten. Stellen Sie sicher, dass die angebotenen Pfade zu relevanten und hilfreichen Informationen führen.
  4. Begrenzen Sie die Komplexität: Ein Konversationsbaum kann schnell unübersichtlich werden. Konzentrieren Sie sich auf 2-3 logische Pfade und vermeiden Sie zu viele verschachtelte Ebenen, um den Nutzer nicht zu überfordern.
  5. Analysieren Sie die Klickpfade: Nutzen Sie die Reporting-Funktionen, um zu sehen, welche Buttons und Pfade am häufigsten geklickt werden. Diese Daten sind Gold wert, um die Bedürfnisse Ihrer Zielgruppe zu verstehen und zukünftige Kampagnen zu optimieren.

Vorteile für die Unternehmensstrategie

Conversation Ads bieten einen fortschrittlichen Ansatz für die Direktkommunikation und liefern klare strategische Vorteile.

  • Erhöhtes Nutzer-Engagement: Der interaktive Charakter und die personalisierte Ansprache führen zu deutlich höheren Klick- und Interaktionsraten im Vergleich zu statischen Nachrichten.
  • Verbesserte Nutzererfahrung: Anstatt mit einer irrelevanten Botschaft konfrontiert zu werden, kann der Nutzer die Konversation selbst steuern. Das wird als relevanter und weniger aufdringlich empfunden.
  • Effektivere Lead-Qualifizierung: Durch die Analyse der Klickpfade können Marketer Leads basierend auf deren gezeigtem Interesse vorqualifizieren und dem Vertrieb wertvollen Kontext für die weitere Bearbeitung liefern.
  • Skalierbare personalisierte Kommunikation: Conversation Ads ermöglichen es, Tausende von potenziellen Kunden mit einer Kampagne zu erreichen, die sich dennoch wie ein persönliches 1:1-Gespräch anfühlt.
  • Differenzierung im Posteingang: In einer überfüllten Inbox sticht eine interaktive Konversation hervor und positioniert die Marke als innovativ und kundenorientiert, was einen entscheidenden Wettbewerbsvorteil darstellen kann.

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