Growth Marketing

André Puschinsky11.09.2025

Die interne Verlinkung ist ein fundamentaler Bestandteil der Onpage-Suchmaschinenoptimierung (SEO). Sie beschreibt die Praxis, Links zwischen den einzelnen Unterseiten einer Domain zu setzen. Diese strategische Vernetzung von Inhalten stärkt nicht nur die Sichtbarkeit in Suchmaschinen, sondern verbessert auch maßgeblich die Nutzererfahrung. Eine durchdachte Linkstruktur bildet das Rückgrat einer Website und sorgt dafür, dass sowohl Nutzer als auch Suchmaschinen-Crawler Inhalte effizient entdecken und deren Relevanz bewerten können.

Was ist interne Verlinkung?

Unter interner Verlinkung versteht man Hyperlinks, die von einer Seite einer Domain auf eine andere Seite derselben Domain verweisen. Im Gegensatz zu externen Links, die auf andere Websites zeigen, schafft die interne Verlinkung ein geschlossenes Ökosystem von Inhalten. Jeder interne Link ist ein Signal an Suchmaschinen, das den thematischen Zusammenhang zwischen den verknüpften Seiten verdeutlicht. Gleichzeitig dient er Nutzern als Wegweiser, um weiterführende und relevante Informationen zu finden.

Ein klassisches Beispiel ist ein Blogbeitrag über "Content-Marketing-Strategien", der auf einen detaillierteren Artikel zum Thema "Keyword-Recherche" auf der gleichen Website verlinkt.

Die Wirkung interner Verlinkungen ist vielschichtig und bildet eine entscheidende Komponente für den Erfolg einer jeden SEO-Strategie. Sie beeinflusst Rankingfaktoren direkt und indirekt.

1. Verbesserte Crawlability und Indexierung

Suchmaschinen wie Google nutzen automatisierte Programme, sogenannte Crawler oder Bots, um das Internet zu durchsuchen und Inhalte zu indexieren. Interne Links fungieren als Pfade, denen diese Crawler folgen. Eine logische Linkstruktur stellt sicher, dass alle Unterseiten, auch tief in der Website-Architektur liegende, entdeckt werden können. Ohne interne Verweise bleiben Seiten oft unentdeckt („Orphan Pages“) und werden nicht in den Suchindex aufgenommen, was sie für Nutzer unsichtbar macht.

Jede Seite einer Domain besitzt eine gewisse Autorität, die unter anderem durch externe Links (Backlinks) aufgebaut wird. Diese Autorität, oft als "Link Juice" bezeichnet, wird über interne Links an andere Seiten weitergegeben. Indem starke Seiten wie die Startseite oder viel zitierte Blogartikel auf strategisch wichtige, aber schwächere Unterseiten verlinken, wird deren Autorität gestärkt. Dieses Prinzip hebt das Ranking-Potenzial der gesamten Website.

3. Steigerung der Nutzerbindung

Relevante interne Links bieten Nutzern einen klaren Mehrwert. Sie leiten sie zu weiterführenden Themen und beantworten implizite Fragen, bevor diese überhaupt gestellt werden. Dies führt zu einer längeren Verweildauer auf der Website und einer geringeren Absprungrate. Diese positiven Nutzersignale werden von Suchmaschinen als Indikator für hohe Content-Qualität gewertet, was sich wiederum positiv auf die Rankings auswirkt.

4. Definition der Website-Architektur und thematischen Relevanz

Durch die gezielte Verknüpfung von Inhalten wird die thematische Hierarchie einer Website klar definiert. Seiten, die viele interne Links erhalten, werden von Suchmaschinen als besonders wichtig eingestuft. Thematische Cluster, bei denen eine zentrale Seite (Pillar Page) auf viele detaillierte Unterseiten (Cluster Content) verlinkt und umgekehrt, signalisieren Expertise und Tiefe in einem bestimmten Fachgebiet.

Best Practices für eine wirkungsvolle interne Verlinkung

Eine erfolgreiche Strategie für interne Links erfordert mehr als das zufällige Setzen von Verweisen. Die folgenden Best Practices helfen dabei, das volle Potenzial auszuschöpfen.

Aussagekräftige Ankertexte verwenden

Der Ankertext ist der klickbare Text eines Links. Er sollte das Thema der Zielseite präzise beschreiben. Generische Formulierungen wie "hier klicken" oder "mehr lesen" sind zu vermeiden. Stattdessen sollte der Ankertext das relevante Keyword der Zielseite enthalten.

Schlecht: Für weitere Informationen klicken Sie hier.

Gut: Eine fundierte Keyword-Recherche ist die Basis jeder SEO-Strategie.

Ein präziser Ankertext gibt Nutzern und Suchmaschinen wertvollen Kontext.

Auf natürliche Integration im Fließtext achten

Interne Links sollten stets einen redaktionellen Mehrwert bieten und logisch in den Kontext des Satzes passen. Zwanghaft platzierte Links stören den Lesefluss und wirken manipulativ. Der Link sollte eine natürliche Erweiterung des Inhalts darstellen und dem Leser die Möglichkeit geben, tiefer in ein verwandtes Thema einzutauchen.

Wichtige Seiten stärker verlinken

Seiten, die für das Unternehmen von strategischer Bedeutung sind – etwa Produktseiten, zentrale Dienstleistungsbeschreibungen oder wichtige Pillar Pages –, sollten häufiger intern verlinkt werden als weniger wichtige Inhalte. Dies signalisiert ihre hohe Relevanz und bündelt die Linkautorität dort, wo sie den größten Geschäftsnutzen bringt. Die Anzahl der internen Links, die auf eine Seite zeigen, ist ein starkes Relevanzsignal.

"Orphan Pages" vermeiden

Sogenannte "Orphan Pages" (verwaiste Seiten) sind Seiten, auf die keine internen Links verweisen. Sie sind für Crawler schwer zu finden und erhalten keine Linkautorität. Es ist entscheidend, regelmäßig zu prüfen, ob alle relevanten Unterseiten in die interne Linkstruktur integriert sind. Werkzeuge wie die Google Search Console oder SEO-Tools wie Screaming Frog helfen bei der Identifizierung solcher Seiten.

Nicht übertreiben

Obwohl es keine feste Obergrenze für die Anzahl interner Links pro Seite gibt, sollte die Lesbarkeit immer im Vordergrund stehen. Eine übermäßige Anzahl an Links kann den Text unübersichtlich machen und den Nutzer überfordern. Die Qualität und Relevanz jedes einzelnen Links ist wichtiger als die reine Quantität. Als Faustregel gilt: Jeder Link sollte einen klaren Zweck erfüllen.

Fazit: Interne Verlinkung als strategisches System

Interne Verlinkung ist weit mehr als eine technische SEO-Maßnahme. Sie ist ein strategisches Instrument, das die Architektur einer Website definiert, ihre thematische Autorität stärkt und die Nutzerführung optimiert. Eine gut geplante Linkstruktur schafft ein kohärentes System, das Inhalte miteinander verbindet und deren Wert maximiert. Indem sie Linkautorität gezielt verteilt und die Crawlability verbessert, legt sie das Fundament für nachhaltige Sichtbarkeit und Wachstum. Wer die interne Verlinkung meistert, schafft eine Brücke zwischen exzellentem Content und herausragenden Rankings.

ChristinaSales Manager+4920225855309
PaulSales Manager+4920225855318
Building brands people love
Building brands people love
Building brands people love
Building brands people love
Building brands people love
Building brands people love
Building brands people love