Growth Marketing

André Puschinsky09.10.2025

Lead Gen Forms sind ein natives Anzeigenformat auf der Business-Plattform LinkedIn, das den Prozess der Lead-Generierung revolutioniert. Anstatt Nutzer nach einem Klick auf eine Anzeige auf eine externe Website zu leiten, öffnen sich diese Formulare direkt auf der Plattform. Sie sind mit den Profildaten des Nutzers (wie Name, Unternehmen, Position) vorausgefüllt, was die Dateneingabe auf ein Minimum reduziert. Für Entscheider und Marketingverantwortliche sind Lead Gen Forms ein strategisch entscheidendes Werkzeug, um die Abbruchquoten drastisch zu senken, die Konversionsraten zu steigern und einen reibungslosen, effizienten Prozess zum Sammeln hochwertiger B2B-Kontaktdaten zu etablieren.

Überblick

Die strategische Bedeutung von Lead Gen Forms liegt in der Beseitigung von Reibungsverlusten bei der Konversion. Der traditionelle Weg über eine externe Landingpage ist, besonders auf mobilen Geräten, fehleranfällig und führt zu hohen Absprungraten aufgrund von Ladezeiten und manuellem Ausfüllen. Lead Gen Forms umgehen dieses Problem, indem sie eine sofortige, nahtlose Nutzererfahrung bieten. Für Unternehmen ist dies ein fundamentaler Hebel, um die Kosten pro Lead (CPL) zu senken, die Qualität der erfassten Daten durch die Nutzung von Profilinformationen zu erhöhen und die Effizienz des gesamten Marketing-Funnels zu maximieren.

Funktionsweise

Die Implementierung von Lead Gen Forms ist ein integrierter Prozess im LinkedIn Campaign Manager und ist darauf ausgelegt, die Konversion zu optimieren.

  1. Kampagnenziel „Lead-Generierung“: Der Werbetreibende wählt im Campaign Manager das spezifische Kampagnenziel „Lead-Generierung“ aus.
  2. Anzeigengestaltung: Es wird eine ansprechende Anzeige (z. B. Single Image Ad, Video Ad, Message Ad) erstellt, die einen klaren Mehrwert und einen überzeugenden Call-to-Action (CTA) wie „Herunterladen“ oder „Anmelden“ enthält.
  3. Formularerstellung: Direkt in der Kampagnenerstellung wird ein „Lead Gen Form“ konfiguriert. Der Werbetreibende legt das Formularangebot, die Datenschutzerklärung und die abzufragenden Felder fest.
  4. Vorausgefüllte Felder: Viele Standardfelder (z. B. Vorname, Nachname, E-Mail-Adresse, Jobtitel, Unternehmensname) werden automatisch mit den Informationen aus dem LinkedIn-Profil des Nutzers befüllt. Es können auch benutzerdefinierte Fragen (offen oder Multiple-Choice) hinzugefügt werden.
  5. Nutzerinteraktion: Ein Nutzer sieht die Anzeige, klickt auf den CTA, und das Formular öffnet sich sofort auf LinkedIn. Der Nutzer überprüft die vorausgefüllten Daten, ergänzt eventuell weitere Informationen und sendet das Formular mit einem einzigen Klick ab.
  6. Lead-Übermittlung: Nach dem Absenden sieht der Nutzer eine Dankesseite mit einem Link zum Angebot (z. B. dem Download-Link für ein Whitepaper). Die generierten Leads können manuell aus dem Campaign Manager heruntergeladen oder – für maximale Effizienz – automatisch an ein verbundenes CRM- oder Marketing-Automation-System (z. B. Salesforce, HubSpot) übertragen werden.

Strategische Anwendungsfälle

Lead Gen Forms sind das Kernstück des B2B-Performance-Marketings auf LinkedIn und eignen sich ideal für eine Vielzahl von Zielen.

  • Content-Marketing (Top-of-Funnel): Das Anbieten von wertvollen Inhalten wie Whitepapers, E-Books, Branchenstudien oder Checklisten im Austausch gegen Kontaktdaten ist der klassische Anwendungsfall, um qualifizierte Interessenten zu gewinnen.
  • Webinar- und Event-Anmeldungen (Middle-of-Funnel): Die einfache und schnelle Anmeldung zu Online- oder Offline-Veranstaltungen, um Leads zu generieren, die bereits ein tieferes Interesse an einem Thema zeigen.
  • Angebots- und Demo-Anfragen (Bottom-of-Funnel): Direkte Ansprache von Nutzern mit dem Ziel, eine Produkt-Demo, ein Beratungsgespräch oder ein individuelles Angebot anzufordern. Hier ist die reibungslose Erfahrung entscheidend, um hochinteressierte Leads nicht zu verlieren.
  • Newsletter-Abonnements: Aufbau einer qualitativ hochwertigen E-Mail-Liste durch die Bewerbung eines fachspezifischen Newsletters direkt im Feed.
  • Gezieltes Account-Based Marketing (ABM): Ansprache von Schlüsselpersonen in Zielunternehmen mit maßgeschneiderten Angeboten und Erfassung ihrer Daten ohne Medienbruch.

Best Practices zur strategischen Optimierung

Die Performance von Lead Gen Forms hängt stark von der Qualität des Angebots und der nutzerfreundlichen Gestaltung des Formulars ab.

  1. Minimieren Sie die Anzahl der Formularfelder: Fragen Sie nur die Daten ab, die Sie für die Qualifizierung und den nächsten Schritt im Vertriebsprozess unbedingt benötigen. Jedes zusätzliche Feld, insbesondere wenn es nicht vorausgefüllt werden kann, erhöht die Abbruchrate.
  2. Kommunizieren Sie ein klares Wertversprechen: Der Anzeigentext und der Formularkopf müssen unmissverständlich den Nutzen für den Nutzer kommunizieren. Warum sollte er seine Daten preisgeben? Welches Problem wird für ihn gelöst?
  3. Automatisieren Sie die Lead-Weiterleitung: Integrieren Sie Ihre Lead-Gen-Kampagnen direkt mit Ihrem CRM-System. Ein schneller Follow-up-Prozess durch den Vertrieb (innerhalb von Minuten oder Stunden, nicht Tagen) ist entscheidend für die Konvertierung eines Leads zum Kunden.
  4. Nutzen Sie benutzerdefinierte Fragen zur Qualifizierung: Fügen Sie eine oder zwei gezielte Fragen hinzu (z. B. „Was ist Ihre größte Herausforderung bei [Thema]?“), um die Lead-Qualität zu erhöhen und dem Vertrieb wertvollen Kontext zu liefern.
  5. A/B-Testen Sie Formulare und Angebote: Testen Sie verschiedene Formularlängen, CTAs oder sogar unterschiedliche Angebote (z. B. Whitepaper vs. Webinar), um herauszufinden, welche Kombination die niedrigsten Kosten pro Lead (CPL) bei der höchsten Qualität erzielt.

Vorteile für die Unternehmensstrategie

Die Integration von Lead Gen Forms ist ein strategischer Imperativ für jedes B2B-Unternehmen, das seine digitale Lead-Generierung professionalisieren möchte.

  • Maximierung der Konversionsraten: Durch die Reduzierung von Reibungspunkten und die Vereinfachung des Prozesses werden signifikant mehr Leads generiert als über traditionelle Landingpages, insbesondere auf mobilen Geräten.
  • Senkung der Kosten pro Lead (CPL): Höhere Konversionsraten führen direkt zu niedrigeren Akquisitionskosten pro Lead, was die Effizienz des Marketingbudgets und den Return on Investment (ROI) maximiert.
  • Verbesserte Datenqualität: Da die Felder mit verifizierten Profildaten von LinkedIn vorausgefüllt werden, sinkt die Wahrscheinlichkeit von Tippfehlern oder Falschangaben, was zu einer höheren Qualität der erfassten Kontaktdaten führt.
  • Beschleunigung des Vertriebszyklus: Die automatische Übermittlung von qualifizierten Leads an den Vertrieb ermöglicht eine sofortige Kontaktaufnahme. Diese Geschwindigkeit ist oft entscheidend, um einen potenziellen Kunden vor dem Wettbewerb zu erreichen.
  • Messbarer Erfolg von Content-Marketing: Lead Gen Forms machen den Wert von Content-Assets direkt messbar, indem sie zeigen, welche Inhalte die meisten und besten Leads generieren. Dies ermöglicht eine datengestützte Optimierung der gesamten Content-Strategie.

ChristinaSales Manager+4920225855309
PaulSales Manager+4920225855318
Building brands people love
Building brands people love
Building brands people love
Building brands people love
Building brands people love
Building brands people love
Building brands people love