
Meta Video-Spezifikationen bezeichnen die technischen und gestalterischen Richtlinien, die Werbetreibende einhalten müssen, um Videoanzeigen auf den Plattformen von Meta (einschließlich Facebook, Instagram, Messenger und dem Audience Network) optimal darzustellen und deren Performance zu maximieren. Die Einhaltung dieser Vorgaben ist für Entscheider und Marketing-Teams von entscheidender Bedeutung, da sie sicherstellt, dass die Videoinhalte korrekt ausgespielt werden, die Nutzererfahrung positiv beeinflusst wird und das Werbebudget effizient eingesetzt wird. Eine strategische Ausrichtung auf diese Spezifikationen ist die Grundlage für den Erfolg von Videokampagnen.
Überblick
Videoanzeigen sind ein zentrales Element im digitalen Marketing-Mix auf Meta-Plattformen. Sie ermöglichen es, komplexe Botschaften emotional und dynamisch zu vermitteln. Damit diese Anzeigen ihre volle Wirkung entfalten können, müssen sie den technischen Anforderungen der verschiedenen Platzierungen (z. B. Feed, Stories, Reels, In-Stream) entsprechen. Die Nichteinhaltung dieser Richtlinien kann zu Darstellungsfehlern, reduzierter Reichweite oder sogar zur Ablehnung der Anzeige führen. Für Unternehmen bedeutet die strategische Optimierung ihrer Video-Assets gemäß dieser Spezifikationen eine direkte Investition in die Performance und den Return on Ad Spend (ROAS) ihrer Kampagnen.
Kernspezifikationen für Videoanzeigen
Die Anforderungen können je nach Platzierung variieren. Die folgenden Spezifikationen stellen jedoch eine allgemeingültige Basis für die meisten Formate dar und sind für die Planung und Produktion von Video-Assets essenziell.
1. Dateiformat und Komprimierung
- Empfohlene Formate: MP4, MOV oder GIF sind die gängigsten und am breitesten unterstützten Formate.
- Videokomprimierung: H.264-Komprimierung wird dringend empfohlen, um eine optimale Balance zwischen Dateigröße und Qualität zu gewährleisten.
- Audio: Stereo-AAC-Audiokomprimierung mit 128 kbit/s oder höher wird empfohlen.
- Dateigröße: Die maximale Dateigröße liegt in der Regel bei 4 GB. Für eine schnelle Ladezeit, besonders auf mobilen Geräten, sollte die Datei jedoch so klein wie möglich gehalten werden, ohne die sichtbare Qualität zu beeinträchtigen.
2. Seitenverhältnis (Aspect Ratio)
Das Seitenverhältnis ist entscheidend für die korrekte Darstellung auf verschiedenen Bildschirmformaten und Platzierungen.
- 1:1 (Quadratisch): Ideal für den Facebook- und Instagram-Feed. Quadratische Videos nehmen auf mobilen Geräten mehr Bildschirmfläche ein als horizontale Videos und erzielen oft eine höhere Engagement-Rate. (z. B. 1080 x 1080 Pixel)
- 9:16 (Vertikal): Der Standard für Vollbild-Platzierungen wie Instagram Stories, Instagram Reels und Facebook Stories. Dieses Format bietet ein immersives, bildschirmfüllendes Erlebnis. (z. B. 1080 x 1920 Pixel)
- 4:5 (Vertikal): Ein Kompromiss für den Instagram- und Facebook-Feed. Es ist höher als ein quadratisches Video und füllt den mobilen Bildschirm noch besser aus. (z. B. 1080 x 1350 Pixel)
- 16:9 (Horizontal): Das klassische Querformat, hauptsächlich für In-Stream-Videoanzeigen (Werbung vor, während oder nach anderen Videos) und Desktop-Feed-Platzierungen relevant.
3. Videolänge
Die empfohlene Länge hängt stark von der Platzierung und dem Kampagnenziel ab.
- Kurz und prägnant (bis 15 Sekunden): Ideal für Feed- und Stories-Platzierungen. Die Aufmerksamkeitsspanne der Nutzer ist gering; die Kernbotschaft muss in den ersten 3 Sekunden vermittelt werden.
- Längere Formate (bis 240 Minuten): Auf Facebook sind theoretisch sehr lange Videos möglich. Diese eignen sich jedoch nur für Zielgruppen mit hohem Interesse (z. B. für ausführliche Produktdemonstrationen oder Tutorials) und sollten nur gezielt eingesetzt werden.
4. Auflösung und Qualität
- Mindestauflösung: Laden Sie Videos in der höchstmöglichen Auflösung hoch, die den Anforderungen an Dateigröße und Seitenverhältnis entspricht. Eine Auflösung von mindestens 1080 x 1080 Pixel wird empfohlen.
- Keine Letter- oder Pillarboxen: Vermeiden Sie schwarze Balken an den Rändern des Videos. Laden Sie das Video stattdessen im passenden Seitenverhältnis für die jeweilige Platzierung hoch.
Best Practices zur strategischen Optimierung
Für eine maximale Kampagnen-Performance ist nicht nur die Einhaltung der technischen Vorgaben, sondern auch eine strategische Gestaltung der Inhalte entscheidend.
- Design für „Sound-Off“: Etwa 85 % der Videos auf Facebook werden ohne Ton angesehen. Verwenden Sie daher Untertitel, Texteinblendungen und eine starke visuelle Erzählung, um Ihre Botschaft auch ohne Ton verständlich zu machen. Meta bietet eine Funktion zur automatischen Generierung von Untertiteln.
- Starker Einstieg (Hook): Die ersten 3 Sekunden sind entscheidend. Fesseln Sie die Aufmerksamkeit des Nutzers sofort mit einer dynamischen Bewegung, einer überraschenden visuellen Komponente oder einer direkten Frage. Platzieren Sie Ihr Branding frühzeitig.
- Mobiles Design (Mobile First): Gestalten Sie Ihre Videos primär für die mobile Ansicht. Das bedeutet große, gut lesbare Schriften, klare visuelle Elemente und schnelle Schnittfolgen.
- Klarer Call-to-Action (CTA): Sagen Sie dem Nutzer am Ende des Videos klar, was er als Nächstes tun soll (z. B. „Jetzt einkaufen“, „Mehr erfahren“).
- Thumbnail-Optimierung: Das Vorschaubild (Thumbnail) muss ansprechend sein und Neugier wecken, da es oft sichtbar ist, bevor das Video automatisch abgespielt wird.
Häufige Fehler und deren Vermeidung
Die Kenntnis typischer Fehlerquellen hilft, unnötige Performance-Verluste und Budgetineffizienzen zu verhindern.
- Ein Video für alle Platzierungen (One-Size-Fits-All): Ein horizontales 16:9-Video wird in einer vertikalen 9:16-Story-Platzierung schlecht dargestellt. Passen Sie Ihre Creatives immer an die wichtigsten Platzierungen an. Nutzen Sie die Funktion „Asset Customization“ im Werbeanzeigenmanager, um für jede Platzierung das optimale Format hochzuladen.
- Zu viel Text im Video: Während Texteinblendungen wichtig sind, können überladene Videos unprofessionell wirken. Konzentrieren Sie sich auf kurze, prägnante Botschaften.
- Vernachlässigung der ersten Sekunden: Viele Unternehmen platzieren ihr Logo oder die Kernbotschaft am Ende des Videos. Zu diesem Zeitpunkt haben die meisten Nutzer bereits weitergescrollt.
- Schlechte Videoqualität: Pixelige oder unscharfe Videos wirken nicht vertrauenswürdig und schaden dem Markenimage. Investieren Sie in eine qualitativ hochwertige Produktion.
Vorteile der Einhaltung der Spezifikationen
Für Unternehmen, die ihre Marketingziele erreichen wollen, ist die strategische Ausrichtung auf die Video-Spezifikationen kein optionaler Schritt, sondern eine Notwendigkeit.
- Maximierung der Performance: Optimal angepasste Videos erzielen höhere Engagement-Raten, mehr Klicks und bessere Conversion-Rates.
- Effizientere Budgetnutzung: Der Algorithmus von Meta bevorzugt Anzeigen, die eine gute Nutzererfahrung bieten. Konforme Anzeigen werden tendenziell günstiger und an eine relevantere Zielgruppe ausgespielt, was den ROAS verbessert.
- Professioneller Markenauftritt: Eine korrekte und hochwertige Darstellung der Video-Assets stärkt das Markenimage und das Vertrauen der potenziellen Kunden.
- Sicherstellung der Auslieferung: Die Einhaltung der Richtlinien verhindert, dass Anzeigen abgelehnt oder in ihrer Reichweite eingeschränkt werden.

