Webdesign

André Puschinsky18.09.2025

PHP, ursprünglich ein Akronym für „Personal Home Page Tool“, ist heute als rekursives Akronym für „PHP: Hypertext Preprocessor“ bekannt. Es handelt sich um eine weit verbreitete, serverseitige Skriptsprache, die speziell für die Webentwicklung konzipiert wurde. Ihre Hauptaufgabe besteht darin, dynamische Webseiten und Webanwendungen zu erstellen. Im Gegensatz zu rein clientseitigen Sprachen wie HTML oder CSS, die nur die Struktur und das Aussehen einer Seite definieren, kann PHP direkt auf dem Webserver ausgeführt werden, um Inhalte zu generieren, bevor sie an den Browser des Nutzers gesendet werden.

Wie funktioniert PHP in der Praxis?

Stellen Sie sich eine Webseite nicht als starres Dokument, sondern als ein flexibles System vor. Wenn ein Nutzer eine PHP-basierte Seite aufruft, interpretiert der Webserver den PHP-Code. Dieser Code kann eine Vielzahl von Aufgaben ausführen:

  • Daten aus einer Datenbank abfragen (z.B. Nutzerprofile, Produktinformationen).
  • Formulareingaben verarbeiten (z.B. von einem Kontaktformular oder einer Login-Seite).
  • Dateien auf dem Server erstellen, lesen, schreiben oder löschen.
  • Benutzersitzungen verwalten und Cookies setzen.

Nach der Ausführung dieser Logik erzeugt PHP reines HTML, welches dann an den Browser des Besuchers gesendet wird. Der Nutzer sieht also nur das fertige Ergebnis und nicht den zugrundeliegenden PHP-Code.

Ein klassisches, aber praxisnahes Anwendungsbeispiel ist das Kontaktformular. Ohne eine serverseitige Sprache könnten die eingegebenen Daten nirgendwohin gesendet werden. PHP nimmt die Daten des Formulars entgegen, validiert sie (z.B. ob die E-Mail-Adresse korrekt formatiert ist) und versendet sie anschließend als E-Mail an den Seitenbetreiber.

Anwendungsbereiche: Wann ist PHP die richtige Wahl?

Entgegen der veralteten Annahme, PHP sei nur für kleine Projekte wie Kontaktformulare geeignet, bildet es das Rückgrat einiger der größten Plattformen im Internet. Content-Management-Systeme (CMS) wie WordPress, Joomla und Drupal basieren vollständig auf PHP. Auch E-Commerce-Systeme wie Magento oder Shopware sowie die ursprüngliche Architektur von Facebook wurden mit PHP entwickelt.

PHP ist besonders sinnvoll, wenn:

  • eine schnelle und kostengünstige Entwicklung gefordert ist, da es Open Source ist und eine große Entwicklergemeinschaft existiert.
  • eine nahtlose Integration mit Datenbanken, insbesondere MySQL/MariaDB, benötigt wird.
  • dynamische, datenbankgestützte Webanwendungen wie Blogs, Online-Shops oder Community-Plattformen erstellt werden sollen.

Wann ist PHP möglicherweise nicht die beste Wahl?

Trotz seiner Vielseitigkeit gibt es Szenarien, in denen andere Technologien besser geeignet sein könnten.

  • Echtzeitanwendungen: Für Anwendungen, die eine ständige, offene Verbindung zwischen Client und Server erfordern (z.B. Live-Chats oder Online-Spiele), sind Technologien wie Node.js aufgrund ihres ereignisgesteuerten, nicht-blockierenden Modells oft leistungsfähiger.
  • CPU-intensive Aufgaben: Bei rechenintensiven Operationen, wie komplexen mathematischen Berechnungen oder maschinellem Lernen, zeigen Sprachen wie Python oder Java oft eine bessere Performance. PHP ist primär für Web-Anfragen und -Antworten optimiert und nicht für lang andauernde, prozessorlastige Berechnungen im Hintergrund.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass PHP eine äußerst robuste und etablierte Technologie für die Webentwicklung ist. Ihre Stärken liegen in der einfachen Erlernbarkeit, der enormen Verbreitung und der Fähigkeit, schnell und effizient dynamische Webprojekte jeder Größenordnung umzusetzen.

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