Growth Marketing

André Puschinsky10.10.2025

Die Conversions API (CAPI) von Pinterest ist eine serverseitige Tracking-Lösung, die es Unternehmen ermöglicht, Web- und Conversion-Ereignisse direkt von ihrem Server an Pinterest zu senden. Sie fungiert als robuste und zuverlässige Ergänzung zum clientseitigen Pinterest-Tag (Pixel) und gewinnt zunehmend an strategischer Bedeutung, da browserseitiges Tracking durch Ad-Blocker, Cookie-Richtlinien (z. B. ITP von Apple) und den Wegfall von Drittanbieter-Cookies eingeschränkt wird. Für Marketingentscheider ist die CAPI ein entscheidendes Instrument, um die Datenintegrität zu sichern, die Messgenauigkeit zu maximieren und eine lückenlose Attribution von Werbeerfolgen zu gewährleisten.

Überblick

Die strategische Bedeutung der Conversions API liegt in ihrer Fähigkeit, eine direkte und stabile Datenverbindung zwischen dem Server eines Unternehmens und Pinterest herzustellen. Während der Pinterest-Tag im Browser des Nutzers ausgeführt wird und anfällig für Störungen ist, operiert die CAPI serverseitig und ist von solchen clientseitigen Einschränkungen unabhängig. Dies führt zu einer vollständigeren und zuverlässigeren Erfassung von Conversion-Daten. Für Unternehmen, die ihre Werbebudgets datengestützt optimieren und den wahren Return on Ad Spend (ROAS) ihrer Kampagnen verstehen wollen, ist die Implementierung der Conversions API ein strategischer Imperativ, um die Zukunftsfähigkeit ihrer Messstrategie zu sichern.

Funktionsweise

Die Conversions API umgeht den Browser des Nutzers und sendet Daten direkt von Server zu Server.

  1. Datenerfassung auf dem Server: Wenn ein Nutzer eine wertvolle Aktion auf einer Website durchführt (z. B. einen Kauf abschließt), wird dieses Ereignis nicht nur im Browser, sondern auch auf dem Webserver des Unternehmens erfasst.
  2. Direkte Datenübertragung: Anstatt dass ein Pixel im Browser des Nutzers das Event an Pinterest sendet, übermittelt der Server des Unternehmens diese Information direkt an die Server von Pinterest. Diese Übertragung enthält Details zum Event (z. B. checkout) sowie eindeutige Identifikatoren des Nutzers (z. B. gehashte E-Mail-Adresse, IP-Adresse, Client User Agent), um die Conversion einem Pinterest-Nutzer zuzuordnen.
  3. Datendeduplizierung: In einer idealen Konfiguration werden der Pinterest-Tag (clientseitig) und die Conversions API (serverseitig) parallel betrieben. Um doppelte Zählungen zu vermeiden, sendet jedes Event eine eindeutige Event-ID. Pinterest erkennt, wenn dasselbe Event sowohl vom Browser als auch vom Server gemeldet wird, und zählt es nur einmal.
  4. Attribution: Pinterest gleicht die übermittelten Nutzer-Identifikatoren mit seiner eigenen Nutzerbasis ab. Wenn eine Übereinstimmung gefunden wird und dieser Nutzer zuvor mit einer Pinterest-Anzeige interagiert hat, wird die Conversion der entsprechenden Kampagne zugeordnet.

Strategische Anwendungsfälle

Die Conversions API sichert und erweitert die Funktionalitäten, die auf dem Pinterest-Tag basieren.

  • Sicherstellung einer lückenlosen Conversion-Messung: Der Hauptanwendungsfall. Die CAPI fängt Conversions auf, die der Pixel aufgrund von Ad-Blockern, Browser-Einstellungen oder Netzwerkproblemen nicht erfassen kann, und sorgt so für ein vollständigeres Bild der Kampagnenleistung.
  • Verbesserung der Datenqualität für die Kampagnenoptimierung: Kampagnen, die auf das Ziel „Conversions“ optimiert sind, benötigen eine hohe Datenqualität. Die CAPI liefert dem Pinterest-Algorithmus zuverlässigere Signale, was zu einer besseren Auslieferung der Anzeigen an kaufbereite Nutzer führt.
  • Genaueres Retargeting: Durch die Erfassung von mehr Website-Events können Zielgruppen für Retargeting (z. B. Warenkorbabbrecher) vollständiger und präziser erstellt werden.
  • Optimierung von Actalike Audiences: Die Datenbasis für die Erstellung von statistischen Zwillingen wird robuster. Eine vollständigere Liste von Käufern, die über die CAPI erfasst wurde, führt zu qualitativ hochwertigeren Actalike Audiences.
  • Tracking von Offline-Conversions: Die API ermöglicht auch das Senden von Conversions, die außerhalb der Website stattfinden, z. B. Käufe im Ladengeschäft oder telefonische Bestellungen, sofern eine Verbindung zum Pinterest-Nutzer (z. B. über eine E-Mail-Adresse) hergestellt werden kann.

Best Practices zur strategischen Optimierung

Eine erfolgreiche CAPI-Implementierung erfordert eine sorgfältige Planung und technische Umsetzung.

  1. Parallele Implementierung mit dem Pinterest-Tag: Betreiben Sie die CAPI immer als Ergänzung zum Pixel, nicht als Ersatz. Die Kombination beider Methoden liefert die besten Ergebnisse und die höchste Abdeckung.
  2. Nutzen Sie Partnerintegrationen: Anstatt eine manuelle, komplexe Anbindung zu entwickeln, sollten Sie auf etablierte Partnerintegrationen zurückgreifen. Plattformen wie Shopify, der Google Tag Manager (Server-Side Container) oder Segment bieten vereinfachte Set-up-Prozesse.
  3. Implementieren Sie die Deduplizierung korrekt: Stellen Sie sicher, dass für jedes Event eine identische und einzigartige Event-ID sowohl vom Pixel als auch von der CAPI gesendet wird. Dies ist der kritischste Schritt, um eine doppelte Zählung von Conversions zu vermeiden.
  4. Maximieren Sie die übermittelten Nutzerparameter: Senden Sie so viele Nutzer-Identifikatoren wie möglich (z. B. gehashte E-Mail, IP-Adresse, Name, Telefonnummer), um die Wahrscheinlichkeit einer erfolgreichen Zuordnung (Match-Rate) zu erhöhen.
  5. Überwachen Sie die Datenqualität im Events Manager: Nutzen Sie den Events Manager im Pinterest Ads Manager, um die über die CAPI eingehenden Daten zu überwachen. Achten Sie auf die Match-Rate und die Deduplizierungsrate, um die Qualität Ihrer Implementierung zu bewerten.

Vorteile für die Unternehmensstrategie

Die Implementierung der Conversions API ist eine proaktive Maßnahme zur Sicherung der Datenhoheit und bietet klare, strategische Geschäftsvorteile.

  • Zukunftssicheres Marketing-Measurement: Die CAPI macht Unternehmen unabhängiger von den Unwägbarkeiten des browserseitigen Trackings. Sie ist die Antwort auf eine zunehmend datenschutzorientierte digitale Landschaft.
  • Präzisere Budgetallokation und höherer ROAS: Durch eine genauere Messung des Kampagnenerfolgs können Marketingbudgets effizienter auf die Kanäle und Kampagnen verteilt werden, die den höchsten Wert generieren.
  • Verbesserte Kontrolle und Datenhoheit: Da die Daten vom eigenen Server gesendet werden, haben Unternehmen die volle Kontrolle darüber, welche Informationen sie mit Pinterest teilen.
  • Ganzheitliche Customer-Journey-Analyse: Die Möglichkeit, auch Offline- oder verzögerte Conversions zu tracken, ermöglicht ein umfassenderes Verständnis des Kundenverhaltens über verschiedene Touchpoints hinweg.
  • Wettbewerbsvorteil durch bessere Daten: Unternehmen, die frühzeitig auf serverseitiges Tracking setzen, verfügen über eine robustere Datengrundlage für alle algorithmischen Optimierungen – von der Anzeigenauslieferung bis zur Zielgruppenerstellung – und verschaffen sich so einen entscheidenden Vorteil.

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