Growth Marketing

André Puschinsky25.09.2025

Für Marketing-Entscheider, die eine neue Marke bekannt machen oder die Reichweite ihres Unternehmens signifikant steigern wollen, steht oft ein Ziel über allen anderen: maximalen Traffic auf die eigene Website zu lenken. Die Gebotsstrategie „Klicks maximieren“ ist Googles einfachstes und direktestes Werkzeug, um genau dieses Ziel zu erreichen. Als vollautomatisierte Smart-Bidding-Lösung konzentriert sie sich darauf, aus einem festen Budget die größtmögliche Anzahl an Klicks zu generieren. Das Verständnis dieser Strategie ist der strategische Schlüssel, um die Sichtbarkeit Ihrer Marke effizient zu steigern und eine breite Zielgruppe zu erreichen.

1. Was ist die „Klicks maximieren“-Strategie?

„Klicks maximieren“ ist eine automatisierte Gebotsstrategie in Google Ads, die darauf ausgelegt ist, die höchstmögliche Anzahl an Klicks innerhalb Ihres festgelegten Tagesbudgets zu erzielen. Im Gegensatz zu conversion- oder umsatzbasierten Strategien (wie Ziel-CPA oder Ziel-ROAS) liegt der Fokus hier nicht auf Aktionen nach dem Klick, sondern einzig und allein auf dem Klick selbst. Sie geben dem Algorithmus die Aufgabe, Ihr Budget so intelligent wie möglich einzusetzen, um so viele Nutzer wie möglich auf Ihre Website zu leiten.

Der strategische Zweck dieser Gebotsstrategie ist die Maximierung von Traffic und Sichtbarkeit. Sie ist das ideale Werkzeug für Kampagnen, deren primäres Ziel nicht der sofortige Verkauf oder Lead ist, sondern:

  • Brand Awareness: Eine neue Marke oder ein neues Produkt einem breiten Publikum vorstellen.
  • Content-Promotion: Besucher für einen neuen Blogbeitrag, eine Studie oder ein Whitepaper gewinnen.
  • Top-of-Funnel-Marketing: Potenzielle Kunden am Anfang ihrer Customer Journey auf das eigene Angebot aufmerksam machen.

Aufgrund ihrer einfachen Handhabung ist sie oft eine beliebte Wahl für Einsteiger in die Welt von Google Ads.

2. Wie funktioniert „Klicks maximieren“ in der Praxis?

Die Strategie nutzt Googles maschinelles Lernen, um für jede Anzeigenauktion das optimale Klickgebot (CPC) zu finden. Der Algorithmus versucht dabei, den günstigsten Klickpreis zu erzielen, der im Rahmen des Wettbewerbs möglich ist.

Die Logik der Gebotsanpassung

Stellen Sie sich vor, Google hat für Ihre Kampagne tausende von potenziellen Auktionen zur Verfügung. Die „Klicks maximieren“-Strategie analysiert diese und versucht, die „günstigsten“ Auktionen zu identifizieren.

  • Findet der Algorithmus Auktionen, bei denen der Wettbewerb gering ist und ein Klick voraussichtlich nur 0,20 € kostet, wird er versuchen, diese gezielt zu gewinnen.
  • Auktionen, bei denen ein Klick aufgrund hohen Wettbewerbs 5,00 € kosten würde, werden tendenziell gemieden, da das Budget dort schnell aufgebraucht wäre und die Gesamtzahl der Klicks sinken würde.

Der Algorithmus versucht, das gesamte Tagesbudget so zu verteilen, dass am Ende des Tages die Summe der generierten Klicks maximal ist. Er fragt sich kontinuierlich: „Wo bekomme ich den nächsten Klick so günstig wie möglich, um mein Budget optimal auszunutzen?“

Das optionale maximale CPC-Gebot

Die größte Stärke der Strategie – die rücksichtslose Jagd nach günstigen Klicks – kann auch eine Gefahr sein, wenn die Klickpreise in Ihrer Branche stark schwanken. Um zu verhindern, dass das System in bestimmten Situationen doch zu hohe Gebote abgibt, können Sie ein maximales CPC-Gebot (max. CPC) als Obergrenze festlegen. Dies gibt Ihnen eine wichtige Leitplanke und stellt sicher, dass Sie niemals mehr für einen einzelnen Klick bezahlen, als Sie für angemessen halten.

Beispiel:

Ihr Tagesbudget beträgt 100 €. Sie aktivieren „Klicks maximieren“.

  • Der Algorithmus findet 200 Klicks für durchschnittlich 0,50 €.
  • Hätten Sie ein maximales CPC-Gebot von 0,40 € festgelegt, hätte das System vielleicht nur 180 Klicks gefunden, die unter dieser Schwelle lagen, aber Sie hätten die Gewissheit, dass kein Klick teurer war.

3. Warum ist die Strategie strategisch wichtig?

Obwohl die Strategie als einfacher Ansatz gilt, hat sie für Entscheider in bestimmten Phasen des Marketings einen hohen strategischen Wert.

  • Maximale Reichweite für Branding-Kampagnen: Wenn es Ihr Ziel ist, dass möglichst viele Menschen Ihre Marke oder Botschaft sehen, ist Traffic die erste Währung. „Klicks maximieren“ sorgt dafür, dass Ihr Name und Ihr Angebot einer breiten Masse präsentiert werden.
  • Schneller Traffic-Aufbau für neue Websites: Eine neue Website benötigt initiale Besucher, um Daten zu sammeln und erste Nutzersignale zu generieren. Diese Strategie ist ein effektiver Weg, um schnell und unkompliziert einen Grund-Traffic aufzubauen.
  • Kosteneffizienz bei geringem Wettbewerb: In Nischenmärkten oder bei Kampagnen mit Long-Tail-Keywords, in denen der Wettbewerb gering ist, kann diese Strategie extrem kosteneffizient sein und sehr günstige Klickpreise erzielen.
  • Einfacher Einstieg und geringer Verwaltungsaufwand: Die Strategie erfordert keine komplexen Conversion-Daten und ist schnell eingerichtet. Dies ermöglicht es Marketing-Teams, sich auf die kreativen Aspekte der Kampagne zu konzentrieren, anstatt sich mit manueller Gebotsverwaltung zu befassen.

4. Best Practices: So setzen Sie die Strategie gewinnbringend ein

Um sicherzustellen, dass „Klicks maximieren“ nicht nur zu beliebigem, sondern zu relevantem Traffic führt, sind einige strategische Leitplanken unerlässlich.

1. Setzen Sie immer ein maximales CPC-Gebot

Verlassen Sie sich nicht allein auf den Algorithmus. Legen Sie immer eine Obergrenze für den Klickpreis fest. Nutzen Sie den Keyword-Planer, um eine Vorstellung von den üblichen CPCs in Ihrer Branche zu bekommen, und setzen Sie ein Limit, das für Sie wirtschaftlich sinnvoll ist. Dies ist das wichtigste Sicherheitsnetz, um unkontrollierte Kosten zu vermeiden.

2. Kombinieren Sie die Strategie mit einem hochwertigen Qualitätsfaktor

Die Höhe Ihrer Klickpreise hängt maßgeblich von Ihrem Qualitätsfaktor ab. Sorgen Sie für eine hohe Relevanz zwischen Keyword, Anzeigentext und Landingpage. Ein hoher Qualitätsfaktor wird vom Algorithmus belohnt und ermöglicht es der „Klicks maximieren“-Strategie, noch günstigere Klickpreise zu erzielen.

3. Überwachen Sie die Traffic-Qualität

Billiger Traffic ist nutzlos, wenn er irrelevant ist. Analysieren Sie in Google Analytics Metriken wie die Absprungrate, die durchschnittliche Sitzungsdauer und die Seiten pro Sitzung. Hohe Absprungraten und kurze Sitzungsdauern sind ein klares Signal dafür, dass die angelockten Nutzer nicht finden, was sie suchen.

4. Nutzen Sie den Suchanfragenbericht und negative Keywords

Kontrollieren Sie regelmäßig den Suchanfragenbericht in Google Ads. Hier sehen Sie, bei welchen exakten Suchanfragen Ihre Anzeigen geschaltet wurden. Schließen Sie alle irrelevanten oder unpassenden Suchbegriffe konsequent als negative Keywords aus. Dies ist der wichtigste Hebel, um die Qualität des generierten Traffics zu steigern und Budgetverschwendung zu vermeiden.

5. Häufige Herausforderungen und strategische Lösungen

Der alleinige Fokus auf Klicks birgt klassische Herausforderungen, die Sie als Entscheider kennen und strategisch adressieren sollten.

Hoher Traffic, aber keine Ergebnisse (Conversions)

Problem: Die Kampagne generiert tausende von Klicks, aber es finden keine Verkäufe oder Lead-Anfragen statt. Das investierte Budget verbrennt ohne messbaren Return on Investment.

Lösung: „Klicks maximieren“ optimiert nicht auf Conversions. Wenn Conversions Ihr eigentliches Ziel sind, ist dies die falsche Strategie. Nutzen Sie „Klicks maximieren“ für den Kampagnenstart, um erste Daten zu sammeln. Sobald Sie genügend Conversion-Daten haben (z. B. 15–30 in 30 Tagen), wechseln Sie zu einer conversion-basierten Strategie wie „Conversions maximieren“ (mit optionalem Ziel-CPA) oder Ziel-CPA.

Geringe Qualität des Traffics

Problem: Die Nutzer, die auf die Website kommen, springen sofort wieder ab. Die Metriken in Google Analytics deuten auf eine hohe Irrelevanz hin.

Lösung: Dies ist die größte Gefahr der Strategie. Der Algorithmus priorisiert günstige Klicks, die oft bei sehr allgemeinen oder mehrdeutigen Suchanfragen anfallen.

  1. Verschärfen Sie Ihre negative Keyword-Liste aggressiv.
  2. Verwenden Sie spezifischere Keyword-Optionen wie „Passende Wortgruppe“ und „Genau passend“ anstelle von „Weitgehend passend“.
  3. Qualifizieren Sie Nutzer durch Ihre Anzeigentexte: Sprechen Sie klar an, was der Nutzer auf der Seite erwarten kann (und was nicht).

Verlust von profitablen, aber teureren Klicks

Problem: Die Strategie meidet gezielt Auktionen mit höherem Wettbewerb, obwohl genau dort oft die kaufkräftigsten Kunden zu finden sind.

Lösung: Erkennen Sie die Grenzen der Strategie. Für die Bewerbung Ihrer wichtigsten, umsatzstärksten Keywords ist „Klicks maximieren“ ungeeignet. Nutzen Sie hierfür separate Kampagnen mit einer rentabilitätsorientierten Strategie wie Ziel-ROAS oder Ziel-CPA. Setzen Sie „Klicks maximieren“ nur dort ein, wo die Generierung von breitem, kostengünstigem Traffic das erklärte strategische Ziel ist.

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