Growth Marketing

André Puschinsky10.10.2025

Shopping Ads auf Pinterest sind ein visuell ansprechendes Anzeigenformat, das es E-Commerce-Unternehmen ermöglicht, ihre Produkte als kaufbare Pins direkt im Feed und in den Suchergebnissen der Nutzer zu bewerben. Diese Anzeigen zeigen ein Produktbild, den Preis und den Markennamen und leiten Nutzer mit einem Klick direkt zur Produktseite im Online-Shop. Für Entscheider und Marketingverantwortliche im E-Commerce sind Shopping Ads das zentrale Instrument, um die kaufbereite Zielgruppe auf Pinterest zu erreichen, die Produktsichtbarkeit zu erhöhen und den Abverkauf strategisch zu steigern.

Überblick

Die strategische Bedeutung von Shopping Ads liegt in der einzigartigen Natur der Pinterest-Plattform. Nutzer kommen auf Pinterest, um Inspiration für zukünftige Käufe zu finden – von der Mode bis zur Heimeinrichtung. Shopping Ads greifen genau diese hohe kommerzielle Absicht auf, indem sie inspirierende Inhalte nahtlos mit einer direkten Kaufmöglichkeit verbinden. Anstatt die Nutzer auf eine allgemeine Website zu leiten, führen diese Anzeigen direkt zum Produkt und verkürzen so den Weg von der Entdeckung bis zur Conversion. Für Online-Händler ist dieses Format ein entscheidender Hebel, um ihre Produkte genau in dem Moment zu präsentieren, in dem die Kaufentscheidung geformt wird, und so den Return on Ad Spend (ROAS) zu maximieren.

Funktionsweise

Die Ausspielung von Shopping Ads basiert auf einem synchronisierten Produktkatalog und wird über den Pinterest Ads Manager gesteuert. Der Prozess ist darauf ausgelegt, relevante Produkte automatisch an kaufinteressierte Nutzer auszuspielen.

  1. Voraussetzung: Produktkatalog verbinden: Der Werbetreibende muss seinen Produktkatalog (eine Daten-Feed-Datei, die Produktinformationen wie Titel, Bilder, Preise, Verfügbarkeit enthält) mit seinem Pinterest-Unternehmenskonto verbinden. Dies geschieht über die „Kataloge“-Funktion.
  2. Produktgruppen erstellen: Nach der Synchronisierung erstellt Pinterest automatisch Produkt-Pins für jeden Artikel im Katalog. Diese Pins können in Produktgruppen basierend auf Kriterien wie Kategorie, Marke oder Preisspanne organisiert werden.
  3. Kampagnenerstellung: Im Ads Manager wird eine Kampagne mit dem Ziel „Katalogverkäufe“ (Catalog Sales) erstellt. Anstatt einzelne Anzeigen manuell zu gestalten, wählt der Werbetreibende die zu bewerbenden Produktgruppen aus.
  4. Dynamisches Targeting: Pinterest spielt die Shopping Ads dann dynamisch an Nutzer aus, deren bisheriges Verhalten (gespeicherte Pins, Suchanfragen, besuchte Boards) auf ein Interesse an den beworbenen Produkten schließen lässt. Die Anzeigen können sowohl im Home-Feed als auch in den Suchergebnissen und unter ähnlichen Pins erscheinen.
  5. Nutzerinteraktion: Ein Nutzer sieht den Shopping Ad, der als normaler Pin mit zusätzlichen Produktinformationen (z. B. Preis) erscheint. Ein Klick führt ihn ohne Umwege direkt auf die Produktseite im Online-Shop des Werbetreibenden, wo der Kauf abgeschlossen werden kann.

Strategische Anwendungsfälle

Shopping Ads sind das Kernformat für E-Commerce-Unternehmen auf Pinterest und unterstützen verschiedene strategische Ziele.

  • Steigerung des Direktverkaufs (Direct Response): Der primäre Anwendungsfall ist die direkte Generierung von Online-Verkäufen durch die Bewerbung des gesamten Produktkatalogs oder ausgewählter Bestseller.
  • Dynamisches Retargeting: Gezielte Ansprache von Nutzern, die bereits Produkte im Online-Shop angesehen oder in den Warenkorb gelegt, den Kauf aber nicht abgeschlossen haben. Ihnen können genau diese Produkte erneut auf Pinterest gezeigt werden, um sie zum Kauf zu motivieren.
  • Akquise von Neukunden (Prospecting): Ansprache von Nutzern, die nach ähnlichen Produkten oder Inspirationen suchen, aber die Marke des Werbetreibenden noch nicht kennen. Pinterest identifiziert diese potenziellen Kunden anhand ihres Verhaltens.
  • Bewerbung von saisonalen Kollektionen und Angeboten: Schnelle und effiziente Promotion von Neuheiten, Sonderangeboten oder saisonalen Artikeln (z. B. Weihnachtsgeschenke, Sommerkollektionen) an eine relevante Zielgruppe.
  • Visuelle Suchmaschinenoptimierung: Da Shopping Ads auch in den Suchergebnissen erscheinen, helfen sie, Produkte für relevante Keywords sichtbar zu machen und so qualifizierten Traffic zu generieren.

Best Practices zur strategischen Optimierung

Um die Performance von Shopping Ads zu maximieren, sind qualitativ hochwertige Produktdaten und eine strategische Kampagnenstruktur entscheidend.

  1. Optimieren Sie Ihre Produktbilder: Pinterest ist eine visuelle Plattform. Nutzen Sie hochauflösende, ansprechende Lifestyle-Bilder, die das Produkt im Kontext zeigen, anstatt reiner Freisteller vor weißem Hintergrund.
  2. Pflegen Sie einen fehlerfreien Produktkatalog: Stellen Sie sicher, dass Ihr Produkt-Feed stets aktuell ist, insbesondere was Preis und Verfügbarkeit angeht. Fehler im Feed führen zur Ablehnung der Anzeigen.
  3. Verwenden Sie aussagekräftige Produkttitel und -beschreibungen: Die Texte im Feed sollten relevante Keywords enthalten, nach denen Ihre Zielgruppe suchen könnte. Dies ist entscheidend für die Ausspielung in der Suche.
  4. Segmentieren Sie Ihre Produktgruppen sinnvoll: Erstellen Sie im Ads Manager separate Produktgruppen für verschiedene Kategorien (z. B. „Schuhe“, „Hosen“) oder Bestseller. Dies ermöglicht eine differenzierte Gebotsstrategie und ein besseres Reporting.
  5. Implementieren Sie den Pinterest-Tag vollständig: Der Pinterest-Tag (Tracking-Pixel) mit dem Event „Add to Cart“ und „Checkout“ ist unerlässlich, um Conversions zu messen und effektive Retargeting-Kampagnen aufzusetzen.

Vorteile für die Unternehmensstrategie

Die Integration von Pinterest Shopping Ads ist für E-Commerce-Unternehmen ein strategischer Schritt, um einen kaufbereiten Marketingkanal zu erschließen.

  • Zugang zu einer kaufbereiten Zielgruppe: Nutzer auf Pinterest planen aktiv und sind offen für neue Produkte. Shopping Ads erreichen Kunden in einer Phase hoher Kaufabsicht.
  • Verkürzung des Kaufprozesses: Der direkte Link von der Entdeckung zur Produktseite reduziert Reibungsverluste und erhöht die Conversion-Wahrscheinlichkeit.
  • Automatisierte und skalierbare Kampagnen: Anstatt hunderte Anzeigen manuell zu erstellen, ermöglichen katalogbasierte Kampagnen die effiziente Bewerbung tausender Produkte mit geringem administrativem Aufwand.
  • Messbarer Return on Ad Spend (ROAS): Durch präzises Conversion-Tracking lässt sich der durch die Anzeigen generierte Umsatz direkt den Werbeausgaben gegenüberstellen, was eine datengestützte Optimierung des Marketingbudgets ermöglicht.
  • Visuelle Marken- und Produktpräsentation: Shopping Ads ermöglichen es, Produkte in einem inspirierenden, redaktionellen Umfeld zu präsentieren, was das Markenimage positiv auflädt und die Produkte begehrlicher macht.

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